Tramites

Ushuaia, Feuerland, Argentinien: „Tramites“ nennt man auf Spanisch alle Arten von Erledigungen, Behördengängen, Papierkram etc. Tramites machen wir seit zwei Tagen beinahe hauptberuflich. Schon aus Chile auszuklarieren war – durch die Hürde Feiertag – nicht so ganz einfach. Drei Stellen muss man abklappern und sich die passenden Genehmigungen, Unterschriften und Stempel holen, um das Land per Schiff verlassen zu dürfen: die Marine, den Zoll und die internationale Polizei. Der einzige Zoll-Mensch auf der Insel hatte allerdings entschieden, am Feiertag nicht zu arbeiten. Weiterlesen…

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Besser geht nicht!

Beim Segeln macht es keinen Sinn, Entscheidungen gegen das Wetter zu treffen – erst recht nicht hier, in einer der stürmischsten Gegenden der Welt. Wir haben also gewartet – und wurden mit einem perfekten Tag belohnt. Morgens um 8 Uhr warfen wir bei null Grad die Leinen los. Die Sonne ging gerade auf, als wir die Bucht von Puerto Williams verließen. Ein strahlend blauer Himmel, keine Wellen im Beagle-Kanal, dafür Sonne bei klirrender Kälte – schöner ging´s nicht! Weiterlesen…

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Alles ist für etwas

Puerto Williams, Feuerland, Chile: Dem Wetter ist es zu verdanken, dass wir zum chilenischen Nationalfeiertag am 18.September noch im Land sind. Die Unabhängigkeit von Spanien wird an diesem Tag gefeiert, denn am 18.September 1810 wurde die erste Junta de Gobierno, also eine unabhängige Regierung, berufen. Gefeiert wird allerdings schon Tage vorher und wenn wir schon mal da sind, feiern wir natürlich mit. Weiterlesen…

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Eingeschneit

Puerto Williams, Feuerland, Chile: Erst kam der Sturm, dann der Schnee, dann der Schneesturm – in der Nacht von Mittwoch auf Donnerstag so heftig, dass an Schlaf nicht mehr zu denken war. Wir haben einen wirklich guten Liegeplatz und die Polarwind ist fest vertäut. Trotzdem hielt uns die Geräuschkulisse wach: quietschende Fender, ruckende Leinen, pfeifender Wind, gegen den Rumpf schlagende Wellen und alle paar Minuten ein Krachen, wenn der Sturm wieder einmal eine ganze Ladung Schnee von der Saling aufs Deck krachen ließ. Weiterlesen…

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Los – und noch nicht los

Puerto Williams, Feuerland, Chile: Wir wollen los, aber das Wetter lässt uns noch nicht. Unser erstes Ziel wird Ushuaia auf der argentinischen Seite Feuerlands sein. Ushuaia liegt westlich von uns, aus West bläst hier meistens der Wind, jetzt gerade mit Böen bis zu 45 Knoten, also 80 km/h. Keine Chance, da gegenan zukommen. Auf dem Beagle-Kanal waren erst jede Menge weiße Schaumkronen zu sehen, jetzt ist alles komplett weiß. Keine Sicht. Selbst hier in der Bucht bläst es so, dass die mehr als 20 Tonnen Polarwind hin und her schwanken und wir regelmäßig Leinen und Fender kontrollieren. Eine neue Flagge lohnt sich noch lange nicht. Die Marine hat vor einer halben Stunde den Hafen geschlossen. Keiner darf mehr raus. Am Wochenende sah die Wetterkarte noch so aus, dass wir Mittwoch los könnten. Aber das Wetter ändert sich hier ja recht flott und so ist das Wetterfenster für morgen schon wieder weg. Warten wir eben. So ist das beim Segeln.

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