Und dann wird gefeiert!

Feste soll man ja bekanntlich feiern, wie sie fallen. Abschied ist auf jeden Fall ein Grund zum Feiern. Aber Abschied ist traurig. Feiern wollen wir – mit guter Laune und Sonnenschein. So finden wir uns ziemlich schlau, als wir unser Abschiedsfest nicht kurz vor die Abreise legen, sondern einfach mitten in den Mai und außer Abschied auch noch unsere runden Geburtstage feiern (die zwar schon eine Weile her sind, aber was soll´s).

Alle, alle kommen: Kollegen, Nachbarn und Freunde aus Bielefeld, Familie aus Münster und dem Sauerland und Frankfurt, ehemalige Mitsegler aus Österreich und der Schweiz. Der weitgereisten Gäste sind die Segler Martin und Frauke, die erst am gleichen Morgen aus Indonesien ankommen. Der älteste Gast ist Kalle aus Köln mit 82 Jahren, die jüngste Marla aus Bielefeld, die gerade mal ein halbes Jahr alt ist. Die Freunde unserer Kinder sind mit ihren Familien da, ebenso wie Antonias Erzieherinnen aus der Kita, Theos Lehrerin, Mitsegler von Valdo, die zu Freunden wurden. Menschen, die uns seit vielen Jahren kennen, ebenso wie Bekanntschaften aus diesen letzten vier Jahren in Bielefeld.100 Erwachsene und 40 Kinder sind es, die einen Samstagnachmittag und eine halbe Nacht mit uns verbringen. Ganz unkompliziert gibt es Bratwurst und Pommes für alle und zum Nachtisch rollt ein Eiswagen auf den Hof. Die Kinder spielen glücklich in Ecken, in denen die Erwachsenen sie nicht finden, die Großen quatschen und tanzen. Marcel, ein chilenischer Bekannter, macht live Musik, danach legt Nils auf. Es ist ein rauschendes Fest. Wir sind noch Tage später berauscht von so vielen tollen Menschen, die unser Leben ausmachen. Für uns ist das Schönste, wie sehr sich alle mischen. Jeder redet mit jedem. Als Abschiedsgeschenk darf sich jeder Gast ein Souvenir aus unserer Wohnung mitnehmen. Bilder, Blumenvasen, Kinderbücher, Kerzenständer, Tassen, ein Fahrradkorb…..alles Dinge, die wir in den nächsten Jahren nicht brauchen werden, uns aber darüber freuen, wenn sie in anderen Haushalten weiterleben und die neuen Besitzer ab und zu an uns denken, wenn sie sie gebrauchen. Dass der Anlass der Feier eigentlich ein trauriger ist, haben nicht nur wir verdrängt. Schön war es einfach!

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