Eingeschneit

Puerto Williams, Feuerland, Chile: Erst kam der Sturm, dann der Schnee, dann der Schneesturm – in der Nacht von Mittwoch auf Donnerstag so heftig, dass an Schlaf nicht mehr zu denken war. Wir haben einen wirklich guten Liegeplatz und die Polarwind ist fest vertäut. Trotzdem hielt uns die Geräuschkulisse wach: quietschende Fender, ruckende Leinen, pfeifender Wind, gegen den Rumpf schlagende Wellen und alle paar Minuten ein Krachen, wenn der Sturm wieder einmal eine ganze Ladung Schnee von der Saling aufs Deck krachen ließ.

Am frühen Morgen dann leuchtende Kinderaugen: Gut 15 cm Neuschnee bedecken die ganze Yacht. Schon vor dem Frühstück gibt es die erste Familien-Schneeballschlacht und selbstverständlich fängt die Schule erst an, als der erste Schneemann gebaut ist. Die Leute im Dorf sind genervt, sie warten auf den Frühling. Wir zucken die Schultern. Das Wetter ist, wie es ist. Das Schönste für uns bisher ist diese viele, gemeinsame Zeit, die wir ganz frei einteilen können – eben auch für Schneeballschlachten.

1 Kommentar
  1. Hallo Ihr 4,

    OHHH……das sieht nach Kälte aus…..
    Soviel Schnee kennen die Kinder von hier ja nicht, da waren die Augen groß…….
    Bei uns wir es auch immer ungemütlicher…..
    LG

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