Eiszeit

Wir segeln weiter im Nordwest-Kanal Richtung Westen. Die letzten zwei Nächte haben wir in der Caleta Olla verbracht. Ziel ist der Gletscher Pia. Typisch feuerländisch scheint beim Ankermanöver im ersten Morgengrauen die Sonne, eine halbe Stunde später regnet es. Dann kommen die ersten dicken Windböen aus Südwest und dazu Hagel und Schnee. Waren da nicht gerade noch Berge auf beiden Seiten des Kanals? Für die nächste Stunde ist die Sicht gleich null. Der Schnee treibt seitwärts, sehen kann man nur noch mit Skibrille. Die Kinder sitzen gemütlich im Deckssalon und bauen Lego. Draußen ist alles weiß, wir steuern nur noch nach Kompass und Kartenplotter. Weiterlesen…

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Unter uns

Caleta Polarwind, Beagle-Kanal, Feuerland, Chile: Genau das wollten wir: Zeit und Ruhe, um uns an das Leben zu fünft zu gewöhnen und Toni die Chance geben, das Leben an Bord besser kennenzulernen. Wir segeln bei 15 bis 20 Knoten aus Nord westwärts. Die erste Nacht verbringen wir in der Caleta „Polarwind“, in der außer uns nie jemand ankert. Es ist beinahe warm, als die Landleinen an zwei dicken Bäumen fest sind. Mate-trinkend sitzen wir im Cockpit und genießen die Frühlingssonne. Weiterlesen…

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Go west!

Im Beagle-Kanal, Feuerland, Chile: Aus Argentinien haben wir immer noch keine Antwort, ob wir nun zu den Malvinas bzw. Falklands dürfen oder nicht. Südamerika – da dauert Behördenkram eben seine Zeit. Toni ist dabei sich einzuleben, aber so richtig geht das natürlich viel besser unterwegs. Als das Wetter passt, segeln wir eben nach Westen statt nach Osten. Die nächste Zeit verbringen wir in den Gletscherwelt Feuerlands und freuen uns auf Einsamkeit und Natur pur.

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Die neue Generation

Puerto Williams, Feuerland, Chile: An den Tagen, in denen wir in Puerto Williams sind, gehen die Kinder häufig nachmittags in die Segelschule. Sie haben dort inzwischen eine Menge Freunde und Antonia lernt so ganz nebenbei immer mehr Spanisch. Boote fertig machen und Neoprenanzug anziehen werden zu Selbstverständlichkeiten. Im Optimist werden sie beide immer sicherer. Selbst Antonia segelt mit ihren gerade mal fünf Jahren inzwischen allein durch die Bucht und jauchzt dabei vor Vergnügen. Überhaupt als Kind segeln lernen zu dürfen ist ja schon etwas Tolles, aber dann noch im Beagle-Kanal und „kurz vor Kap Hoorn“….der Skipper ist mächtig stolz auf seine kleinen Matrosen!

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Und action

Feuerland, Chile: Der Flug von Deutschland nach Feuerland ist lang und um wirklich bis nach Puerto Williams zu kommen, muss man eine Nacht in Punta Arenas auf dem Festland übernachten. Schon vor Monaten haben wir ausgemacht, dass eine/r von uns hinfliegt, um Toni dort am Flughafen abzuholen. Der Gedanke, dass sie die ersten Stunden in einem völlig fremden Land mit einer völlig fremden Sprache ganz alleine klar kommen muss, hat uns irgendwie nicht gefallen. Da wir mit der Schule in letzter Zeit ein bisschen locker waren und Valdo noch diverse Ersatzteile besorgen will, fliegt er für drei Tage nach Punta Arenas. Die Kinder und ich nutzen die Zeit für intensive Schulstunden und putzen nachmittags die Yacht, tanken Wasser, schrubben das Deck und bereiten alles vor, denn nicht nur Toni kommt zu Besuch. Weiterlesen…

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